ABSV Essen Borbeck 1833 e.V.
Offizierscorps
Der   Offizierscorps      repräsentiert   den   Verein   bei   offiziellen   Antreten   wie   zum   Beispiel   bei   Schützenfesten.   Nicht   nur dem eigenen, sondern auch bei denen der Mitgliedsvereine des Borbecker Bundes oder bei befreundeten Vereinen.    Das    Kommando    über    die    angetretene    Truppe    hat    der    Oberst.    Er    wird    alle    6    Jahre    auf    der Offiziersbesprechung   vorgeschlagen   und   auf   der   anschließenden   Jahreshauptversammlung   gewählt.   Zudem   ist   er Mitglied    des    erweiterten    Vorstands.    Ihm    zur    Seite    steht    ein    Beraterstab,    den    so    genannten    Stabsoffizieren, bestehend aus dem Oberstleutnant, deren Adjutanten, dem Ehrenoberst sowie den Fahnen-Offizieren. vordere Reihe von links: Christian Friedlinghaus (Oberstadjutant), Friedhelm Herbst (Ehrenoberst), Jürgen Friedlinghaus (Oberst) Detlef Walkenhorst (Oberstleutnant) hintere Reihe von Links: Fahnenoffiziere Benjamin Walkenhorst, Wolfgang Meyer, Alois Buschfort, Markus Walkenhorst Unsere Fahne Vorderseite Die Vorderseite unsere Fahne wird geschmückt durch unser Vereinsemblem umrahmt von unserem vollständigem Vereinsnamen Rückseite Rückseite Zu   sehen   ist   das   Familienwappen   der   vorletzten   Fürstäbtissin   zu   Borbeck,   Franziska-Christine   von   Pfalz-Sulzbach, geboren   am   16.   Mai   1696.   Mit   Ihrer   Amtszeit   von   1726   bis   1776   war   sie   die   dienst-längste   Äbtissin   im   Bistum Essen,   doch   wurde   sie   bereits   1717,   9   Jahre   vor   ihrer   Wahl   in   Essen,   mit   gerade   einmal   21   Jahren   zur   Äbtissin   von Thorn   gewählt.   Wie   viele   Ihrer   Vorgängerinnen   nutzte   auch   sie   das   Schloss   Borbeck   als   Regierungssitz   und   gab ihm   seine   derzeitige   Bauweise   wie   unter   anderem   die   Verlängerung   des   Süd-Flügels.   Außerdem   eröffnete   sie   ein Waisenhaus   in   Essen-Steele,   welches   auch   heute   noch   von   der   “Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung”   gefördert wird. Das   Wappen   auf   unsere   Schützenfahne,   welches   in   ähnlicher   Form   auch   über   dem   Schlosseingang   zu   sehen   ist, verbindet   das   persönliche   Wappen   der   Fürstäbtissin   und   das   “Essener   Staatswappen”.      Auf   der   weißen   Innenseite eines   purpurroten,   baldachinartig   aufgefalteten   Hermelinmantels,   der   mit   goldenen   Borten   geschmückt   und   von goldener   Krone   und   goldenen   Schnüren   gehalten   wird,   liegt   das   Doppelwappen   mit      einer   Anzahl   einzelner   Felder. Ein solcher Mantel durfte von der Äbtissin, einer dem fürstlichen Geschlecht entstammenden Prinzessin von Pfalz-Sulzbach,   getragen   werden.   Das   obere   linke   Feld   des   großen   Ovals   zeigt   auf   rotem   Grund   zwei   von   grünem Lorbeerkranz   umschlungene   Schwerter   mit   silberner   Schneide.   Das   ist   das   Wappen   des   Stiftes   Essen.   Das   darunter liegende   silberne   Feld   enthält   ein   rotes   Kreuz   mit   einem   blauen   rechten   Schrägfluss   (Ruhr)   und   stellt   das   Zeichen von   Rellinghausen   dar.   Das   obere   rechte   Feld   mit   zwei   roten   Pfeilen   in   Form   eines   Andreaskreuzes   sowie   fünf ganzen   und   einer   halben   Kugel   auf   silbernem   Untergrund   zeigt   das   Wappen   von   Breisig,   zu   welchem   5   1/2   Dörfer gehörten. Auf   rotem   Grund   des   darunter   liegenden   Feldes   ist   ein   goldenes   Rad   mit   6   Speichen   und   einer   über   dem Rad   schwebenden   Krone   zu   sehen.   Es   ist   das   Wappen   von   Huckarde(Dortmund),   denn   Franziska-Christine   war nicht   nur   Fürstäbtissin   von   Essen,   sondern   auch   Herrin   von   Rellinghausen,   Breisig   und   Huckarde.   Über   diesem viergeteilten   Wappen   liegt   ein   Mittelwappen,   dem   Wappen   der   Familie   von   Franziska-Christine.   Der   das   gesamte Wappen   durchkreuzende   goldene   Bischofsstab   und   das   goldene   Schwert   sind   als   Zeichen   der   Geistlichen   und weltlichen   Macht   zu   deuten,   die   von   der   Äbtissin   als   Landesherrin   des   1803   aufgehobenen   und   1813   mit   Preußen vereinigten    Fürstentums    Essen    ausgeübt    wurde.    Das    Wappen    dieser    Fürstäbtissin    wird    umrahmt    von    den Schlagwörtern, für die unser Verein steht: Heimatliebe - Gemeinschaftssinn - Lebensfreude Dienstrang und äuseres Erkennungszeichen Mannschaftsdienstgrad grüne Schulterstücke Offiziere Offiziere tragen grundsätzlich eine silberne Reverlitze und schwarz/weiße Schwanenfedern                                      Leutnant                                                                        Oberleutnant                            silberne Schulterstücke                                             silberne Schulterstücke + 1 Stern                                    Hauptmann                                                                             Major                                         silberne Schulterstücke + 2 Sterne                                  silberne geflochtene Schulterstücke                                    Oberstleutnant                                                                         Oberst              silberne geflochtene Schulterstücke + 1 Stern             silberne geflochtene Schulterstücke + 2 Sterne                                                                                                                    Majestät                                                                          Altmajestät          goldene geflochtene rot unterlegte        goldene geflochtene grün unterlegte Schulterstücke/                            Schulterstücke +2 Sterne/                       goldene Reverlitze/ weiße Schwanenfeder         goldene Reverlitze/ weiße Schwanenfeder                                                                   Majestäten erlangen nach ihrer Regentschaft automatisch den Rang eines Majors                            Unsere Damen tragen eine silberne Spange am Schützendirndl mit eingraviertem Rang.                                     Weibliche Altmajestäten tragen eine goldene Spange mit der Aufschrift Major. Offiziersordnung Das Offizier-Corps ist eine Abteilung gemäß § 9 Absatz 2 der Vereins-Satzung. § 1Bei einem öffentlichen Auftreten des Schützenvereins anlässlich eigener oder fremder Veranstaltungen ist das Offiziers-Corps nach außen Repräsentant des Vereins, soweit es die militärische Ordnung angeht. § 2Der Oberst wird von der Mitgliederversammlung gewählt für die Dauer von jeweils 6 Jahren. Das Vorschlagsrecht obliegt nur dem Offiziers-Corps. § 3Dem Oberst steht ein Offiziersstab zur Seite. Dieser setzt sich zusammen aus a.Oberst b.seinem ständigen Vertreter,dem Oberstleutnant c.Ehrenoberst b.den aktiven Fahnenoffizieren und c.den Kompanieführern. § 4Das Offiziers-Corps setzt sich wie folgt zusammen: a. Oberst b. Oberstleutnant als ständiger Vertreter des Oberst c. Major d. Hauptmann e. Oberleutnant f. Leutnant. § 5Der Oberst beruft die Offiziersversammlung mindestens zweimal im Jahr ein. § 6Dem Offiziers-Corps obliegt die Wartung der Vereinsfahne. § 7Der Aufbewahrungsort der Fahne ist das Schützenheim oder die Wohnung eines aktiven Stabsoffiziers nach Absprache mit dem 1. Vorsitzenden und dem Oberst. Die Fahne ist ordnungsgemäß und fachgerecht aufzubewahren, so dass an ihr keine Schäden entstehen können. § 8Anlässlich offizieller Ausmärsche des Vereins hat das Offiziers-Corps Ordnung und Disziplin zu wahren, den übrigen Schützen jederzeit Vorbild zu sein. Nur triftige Gründe können ein Fernbleiben bei den Ausmärschen entschuldigen. § 9Die den einzelnen Offizieren, insbesondere Altmajestäten. Fahnenoffizieren, Königsadjutanten, übrigen Adjutanten und sonstigen Funktionsträgern übertragenen Aufgaben haben diese pflichtgetreu auszuführen. § 10Sollten Offizieren diese ihre Aufgaben innerhalb ihres Bereiches nicht erfüllen oder außerhalb des Vereinslebens vereinsschädigend wirken, kann ihnen der Rang vom Oberst in Absprache mit dem Vorstand abgesprochen werden. § 11Die Offiziere verpflichten sich: die jährliche Offiziersumlage von zur Zeit 15.00 Euro und die jährliche Umlage für den königsring von zur Zeit 25.00 Euro an jedem Jahresanfang zu entrichten. Hörtefälle werden im Offiziersstab entschieden. Beförderungen Nach folgenden Regeln kann jeder volljährige Schütze befördert werden: Alle Schützen, die Schützenkleidung haben und bei Ausmärschen des Vereins tragen sowie die Aufnahme in den Offizierskorps wünschen, werden automatisch zum Leutnant befördert. Weitere Beförderungen: Zeitablauf (Jahre)      Rang Regeln 8 Oberleutnant Nach 8-jähriger Zugehörigkeit im Offizierskorps Beförderungsvorschlag durch Kompanieführer; Dieser muss 14 Tage vor einer Offiziersbesprechung beim Oberst eingereicht werden. Nach Absprache mit dem Vorstand kann dann in der nächsten Offiziers-besprechung darüber entschieden werden. Beförderung durch den Oberst. Ausnahmen: Nach 4 jähriger , aktiver Zeit im Vorstand, als Stabsoffizier oder im Königshaus 14 Hauptmann Wenn eine der folgenden Positionen zu besetzen sind bzw. besetzt ist: Kompanieführer 4 (z. Zt.)  Schießabteilung 1 (z. Zt.)  Jugendabteilung 2  Fahnenoffiziere 5 (z. Zt.)  Vorstand 4 (z. Zt.) Beförderung möglich nach sechsjähriger Tätigkeit (zwei Legislaturperioden) als Oberleutnant, wenn er zur 3. Legislaturperiode wiedergewählt wird oder bei herausragender Leistung. 21 Major Bei besonders herausragenden Leistungen im Verein, wenn eine Position als Kompanieführer, in der Schießabteilung oder im Vorstand bekleidet wird; Beförderung möglich nach sechsjähriger Tätigkeit als Hauptmann (zwei Legislatur- perioden), wenn er zur 3. Legislaturperiode wiedergewählt wird. In Ausnahmefällen hat der Vorstand das Einspruchsrecht mit aufschiebender Wirkung.